Die Juroren

Die Jury des Schumann Inspiration internationalen Musikwettbewerbes 2017 ist international und interdisziplinär besetzt. Dabei orientiert sich die Zusammensetzung nicht nur an den Wettbewerbs-Kategorien, sondern beinhaltet neben den Experten für Klavier- und Gesangsausbildung auch Vertreter aus den Bereichen Liedbegleitung, Musikpädagogik, Musikgeschichte und natürlich Praxis.

Die Jury wird vorraussichtlich aus sieben Juroren bestehen, die die Teilnehmer der unterschiedlichen Kategorien nach einem Punktesystem bewerten. Die Bewertung erfolgt von jedem Juror separat, wird dann durch das Organisationsteam des Wettbewerbes für jeden Teilnehmer berechnet und die Ergebnisse dann der Jury zur abschließenden Entscheidung vorgelegt.

 

Sabine Ritterbusch

Sabine Ritterbusch studierte an der Musikhochschule Detmold zunächst Schulmusik, dann Gesang bei Mechthild Böhme und absolvierte ihr Gesangslehrer- examen, die Reifeprüfung und das Konzertexamen mit Auszeichnung.  Weitere Lehrer, die ihr Singen nachhaltig prägten, sind Prof. Judith Beckman, Prof. Peter Jacoby und Renate Schulze Schindler.  Von August 1993 bis Juli 2002 war sie Mitglied im Ensemble der Hamburgischen Staatsoper. Seit Sommer 2002 ist sie freischaffend tätig. Die vielsei- tige Sängerin gastiert auch an anderen großen Opernhäusern u.a. an der Bayerischen Staatsoper München, der Semperoper Dresden, der Staatsoper und der deutschen Oper Berlin, der Deutschen Oper am Rhein Düsseldorf und am Aalto-Musiktheater Essen. Darüber hinaus ist Sabine Ritterbusch eine international gefragte Lied- und Konzertsängerin im In- und Ausland. Ihr weitgespanntes Repertoire reicht von Bach über Haydn und Mozart und die großen Komponisten des 19. Jahrhunderts bis in die Moderne. Sie sang unter Dirigenten wie Daniel Barenboim, Frieder Bernius, Ivor Bolton, Ingo Metzmacher, Helmuth Rilling, Peter Schreier, Stefan Soltesz und Christian Thielemann.  Sabine Ritterbusch erarbeitet regelmäßig moderierte Liederabende. Ihre mit der Pianistin Heidi Kommerell aufgenommene CD mit Liedern von Alma und Gustav Mahler wurde in der internationalen Presse herausragend besprochen und erhielt eine Silbermedaille von DIAPASON France. Sabine Ritterbusch wirkte u.a. bei Rundfunkproduktionen (WDR, NDR, SFB, Radio Bremen), CD-Einspielungen (u.a. unter der Leitung von Frieder Bernius, Gerd Albrecht und Wolfgang Helbich) und Fernsehproduktionen des ZDF, NDR und ARTE mit. Seit 2005 lehrt Sabine Ritterbusch als Professorin für Gesang zunächst an der Musikhochschule Detmold, seit April 2010 an der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover.

Website: www.sabine-ritterbusch.de

Lihong Yu

Lihong Yu schloß im Jahr 1996 ihr Studium am renomierten Shanghai Conservatory of Music im Department of National Vocal Bachelor unter der Leitung von Professor Shi Linfu mit Auszeichnung ab. Sie studierte an der Shanghai Universität Song and Dance Ensemble Solisten (National Class One Performer). Von 2003 bis 2006 studierte sie am China Conservatory of Music, unter dem berühmten Gesangspädagogen Professor Jin Tielin, und erreichte hier ihren Master-Abschluss.
Lihong Yu wurde in mehr als zehn Gesangswettbewerben ausgezeichnet, unter anderem 1993 auf dem fünfzehnten „Spring of Shanghai Song Contest“ mit dem Gold Award, 1994 auf dem nationalen (einschließlich Hongkong und Macao) ersten „Chinas Song“-Wettbewerb, 1995 auf dem national College Gesangswettbewerb mit dem zweiten Preis;, 1997 mit dem Gold Award beim Peking Konzert Song Wettbewerb und vielen anderen. 2001 errang sie den Publikumspreis beim national im Fernsehen ausgestrahlten „Golden Singing Award“ Wettbewerb.
Im Laufe der Jahre überzeugte Lihong Yu in zahlreichen Auftritten auf der ganzen Welt, so trat sie in Japan, Singapur, Frankreich, Belgien, den Niederlanden, Portugal, Luxemburg, Nordkorea, Südkorea, den Vereinigten Staaten, Malaysia, Australien, der Ukraine, Ägypten, Mexiko und anderen Länder auf. Zu den Auftrittsorten gehörten das ukrainischen Nationaltheater, die Grand Hall des Tschaikowsky-Konservatoriums in Moskau, dem Shanghai Grand Theater und die Beijing Concert Hall. Auch bei Auftritten für ausländische Staats- und Regierungschefs wurde sie herzlich empfangen.
Seit dem September 2006 unterrichtet Lihong Yu am Shanghai Conservatory of Music Gesang.

Konzertausschnitt

Britta Elschner

An den Musikhochschulen Mannheim und Frankfurt studierte Britta Elschner, die bereits im Alter von drei Jahren ihren ersten Klavierunterricht erhielt, Musik, Klavier und Solorepetition. Des Weiteren legte sie an der Universität Frankfurt das 1. Staatsexamen im Fach Französisch ab.
Seit ihrem 15. Lebensjahr wurde die Pianistin ausschliesslich in der Tradition der Russischen (Moskauer) Schule unterrichtet. Ihr Stil wurde besonders geprägt von Leonora Jossiovitch und Irina Edelstein. Entscheidende Impulse erhielt sie von Lev Naoumov, Evgueny Malinin, Karl-Heinz Kämmerling, Peter Feuchtwanger, Volker Banfield u.a.
Noch während ihres Masterstudiums war sie die Spielzeit 2007/08 als Solorepetitorin an den Wuppertaler Bühnen engagiert. Sie arbeitete des Weiteren für die Oper Frankfurt, das Nationaltheater Mannheim, das Staatstheater Darmstadt, das Landestheater Schleswig-Holstein, die Kammeroper Frankfurt, das Papageno-Theater Frankfurt, die Nibelungen-Festspiele Worms und die Bad Hersfelder Festspiele. Auch stand sie u.a. im Pfalzbau Ludwigshafen, der Festhalle Worms, der Burg Bad Vilbel, dem Internationalen Theater Frankfurt, Schloß Herrnsheim, der Alten Aula Heidelberg, dem Kurhaus Bad Homburg sowie in diversen französischen Theatern auf der Bühne.
Sie ist auch eine gefragte Begleiterin. So konzertierte sie beispielsweise mit David Schultheiß (Konzertmeister Bayerische Staatsoper), Siegfried Jung (Solotubist Nationaltheater Mannheim) und Stefanie Schäfer (Solistin Badener Staatstheater).
Seit dem Sommer 2009 arbeitet Britta Elschner als Dozentin an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt. Vorher war sie unter anderem für die Musikschule Frankfurt als Klavierlehrerin tätig.
Britta Elschner ist Preisträgerin mehrerer Klavierwettbewerbe, Gewinnerin des “Ostfriesischen Klavierpreises” und Stipendiatin des Richard-Wagner-Verbands. Als Ensemblemitglied des “LJE für Neue Musik” war sie an einer CD-Produktion beteiligt.

Website: www.brittaelschner.com

Markus Kreul

Der Pianist Markus Kreul studierte an den Musikhochschulen von Köln und München. Seitdem verfolgt er eine rege Konzerttätigkeit als Solist, Kammermusiker und Liedbegleiter. Bei internationalen Klavierwettbewerben wurde er mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Preis Città di Tortona (Trophy Kawai), dem Jupiter Genua (mit Beethoven-Sonderpreis) sowie dem IBLA Grand Prize. 2009 wurde er zum Ehrenmitglied des Deutsch-Italienischen Instituts ernannt.
Markus Kreul ist Dozent von Workshops und Meisterkursen in Deutschland, Dänemark, Italien, Frankreich und Griechenland sowie künstlerischer Leiter des Europäischen Kammermusik-Workshops Altomünster und Juror bei nationalen und internationalen Wettbewerben.
2013 wurde er von der Süddeutschen Zeitung als „Nachwuchsförderer 2013“ betitelt. Seit 2014 ist er auf Initiative des Gürzenich Orchesters der Klavierdozent des Projekts „Masterclasses for Musicians in the Iraq“ und wurde hierfür für den Tassilo Preis nominiert.

Seit dem Wintersemester 2015/16 leitet Markus Kreul die Liedklasse am Leopold-Mozart-Zentrum der Universität Augsburg.

Website: www.markus-kreul.de

Diskografie (Auswahl):
Schumann/Beethoven: R. Schumann: Davidsbündlertänze Op. 6, Blumenstück Op. 19, L.v. Beethoven: Bagatellen Op. 126, Andante per il clavicembalo
„Musik einer Kindheit“: W. A. Mozart: Londoner Skizzenbuch
Commentari: B. Putignano: Cinque commentari, Nuvole eletriche (Kommentar zu R. Schumanns „Vogel als Prophet“)
Zwischen den Wolken: A. Cormier: Zwischen den Wolken
Schumannia: R. Schumann, Werke für Violoncello und Klavier (Mit Guido Schiefen)

Dr. Ingrid Bodsch

Dr. Ingrid Bodsch M.A., Jg. 1953, 1971-1877 Studium der Geschichte, Alte Geschichte, Germanistik, Kunstgeschichte und Volkskunde in Graz und Bonn. 1977 M.A. (Universität Bonn) in Geschichte und Volkskunde. 1977-1981 wissenschaftliche Hilfskraft am Historischen Seminar der Universität Bonn, 1982-1986 wissenschaftliche Mitarbeiterin am Schnütgen-Museum in Köln. 1986-1989 Auslandsaufenthalte in den USA und Ausstellungskuratorin in Jülich, 1989 Promotion an der Universität Bonn. Seit 1990 Aufbau und Leitung des StadtMuseum Bonn, seit 2005 zusätzlich Projektleiterin des neugegründeten Internationalen Schumann-Netzwerks. Von 2003 bis 2007 Fachgruppensprecherin der Kulturhistorischen Museen und Kunstmuseen im Deutschen Museumsbund. Konzeptionelle Planung und Durchführung des Schumann-Filmfestes 2010 in Bonn im Rahmen des Schumann-Netzwerks und Co-Organisatorin der Internationalen Schumanntagung 2010 und des Internationalen Wagner-Kongresses 2013 in Leipzig.

Arbeitsschwerpunkte: Zahlreiche Ausstellungen, Veröffentlichungen und Vorträge zu kulturhistorischen Themen vom Mittelalter bis zum Beginn des 20. Jahrhundert, mit Schwerpunkt auf Literatur- und Musikgeschichte, insbesondere zu Beethoven, Heine, Haydn, Mendelssohn, Brahms und Schumann. Organisation, Koordination, Moderation und Durchführung von Konzerten, musikalisch-literarischer Matineen und Soireen, Lesungen und anderer Veranstaltungen. Organisation und Betreuung des Schumannportals inkl. Schumann-Forum, dem board of artists des Schumannnetzwerks, inkl. Planung und Durchführung der Schumann-Forum-Gespräche und – ganz aktuell – Vorbereitung der Herausgabe einer Doppel-CD mit Schumann-Duetten, Terzetten und Quartetten.

Schumann-Portal: www.schumann-portal.de

 

Thomas Peter-Horas

Thomas Peter-Horas, Jahrgang 1959, begann sein Klavierstudium bei Prof. A.Meyer-Hermann im Alter von sechzehn Jahren an der Frankfurter Musikhochschule, wo er 1983 die Künstlerische Reifeprüfung ablegte. Von 1986 bis 1989 studierte er Musikwissenschaften, Musikpädagogik und Germanistik an der Johann Wolfgang von Goethe Universität in Frankfurt. 
Seit 1997 leitet er die Musikschule in Neu-Isenburg, wo er auch in vielfältiger Weise kulturell aktiv ist. Er gehörte mehrere Jahre dem Vorstand des Landesverbandes des VdM (Verband deutscher Musikschulen) an und ist Mitglied in der Jury des Kulturpreises des Kreises Offenbach. Seit Anfang 2012 ist er Vorsitzender des von den Musikschulen des Kreise Offenbach initiierten Jugendorchesters des Kreises Offenbach.
Daneben arbeitet er als Autor/Herausgeber u.a. für den Saxophonfachverlag „Chili-Notes“ und die renommierte Edition Peters, Leipzig. Dort erschienen „Das Pianobuch“ und „Das vierhändige Pianobuch“, Klaviermusiksammlungen, die er zusammen mit Sibylle Cada, Professorin an der Frankfurter Musikhochschule, herausgegeben hat, sowie das „Celtic Pianobook“, eine Koproduktion mit dem Gitarristen und Irish-Folk-Spezialisten Patrick Steinbach. Letztes Ergebnis seiner Arbeit für Edition Peters ist das „Neu-Isenburger Liederbuch“.
Im Mai 2008 wurde Thomas Peter-Horas für den Kunstpreis „Das goldene Segel“ der Stadt Bad Zwischenahn nominiert; seine Komposition „Am Meer“ für Altquerflöte, Fagott und Akkordeon war im Sommer 2008 in einer Klanginstallation im Kurpark der Stadt zu hören. Im Herbst des gleichen Jahres wurde er mit dem Kulturpreis seiner Heimatstadt Neu-Isenburg ausgezeichnet, wo er unter anderem auch mit dem Neu-Isenburger Kammerorchester Beethovens erstes Klavierkonzert in der Neu-Isenburger Hugenottenhalle gespielt hat.

Website: www.peter-horas.de